Unsere Jahreshauptversammlung 2018: Viel Arbeit, Wahlen, Ehrungen und Visionen

Unser Vorsitzender Helge von Appen berichtete über die Arbeit des letzten Jahres.
Wir verabschiedeten Max Schönrok als stellvertretenden Vorsitzenden und sagten herzlich Dankeschön.
Wir dankten Frank Flottran für seine genialen Einbauten an unserem Rettungsboot.
Ein nützliches Geschenk als Dankeschön für Max und Helge, die seit 5 Jahren unsere Rettungsschwimmer ausbilden.
Ein herzliches Dankeschön für Marie Grevsmühl, unsere Lehrgangsleiterin.
Bendix Bollhorn, Sophie Denker, Andrej Bobrow, Dennis de Weryha und Helge von Appen (v.li) gehören zu unseren Gold-Rettungsschwimmern.

Volles Programm hatten wir bei unserer Jahreshauptversammlung am Freitag, 27. April, 2018: Wir ehrten Mitglieder für besondere Leistungen, wählten neue Vorstandsmitglieder, hielten Rückschau auf 2017, besprachen die Vorhaben für dieses Jahr und schauten mit unseren Visionen ganz weit in die Zukunft.  Dazu kamen wir im Gemeindehaus „Festeburg“ der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bergedorfer Marschen im Hamburger Stadtteil Neuallermöhe zusammen. 

Unser Vorsitzender Helge von Appen bedankte sich zu Beginn herzlich bei der Kirchengemeinde, denn sie unterstützt unsere Arbeit  sehr. „Wir haben hier ein Zuhause gefunden und dürfen hier die Aus- und Fortbildung unserer Rettungsschwimmer durchführen. Das ist wichtig, weil es die Qualität unserer Arbeit sichert“, sagte Helge von Appen. Ole Rehmeyer, Mitglied des Kirchengemeinderates, erinnerte in seinem Grußwort an die Entstehung der Badeaufsicht am Allermöher See im Jahr 2014. Das war zwei Jahre nach dem Unglück, bei dem dort ein Mädchen ertrank und ein weiteres Mädchen gerettet werden konnte. SiWa hatte von den Bemühungen der Kirchengemeinde, eine Badeaufsicht aufzubauen und lernte Ole kennen. Gemeinsam wurde die neue Wachstation aufgebaut. „Wir sind sehr dankbar, dass SiWa die Badeaufsicht durchführt und wir wollen hier langfristig zusammen bestehen“, sagte Ole Rehmeyer. Er ist Mitglied in unserem Verein und eine wichtige Säule in der Sanitätsausbildung unserer Einsatzkräfte, in der Spendenarbeit, beim Anwerben neuer Rettungssschwimmer und in der Netzwerkarbeit in Neuallermöhe.

Ein herzliches Dankeschön für Max Schönrok zum Abschied

Wenn es um die Technik, um die Ausbildung der Rettungsschwimmer und Bootsführer hatte Max Schönrok als bisheriger stellvertretender Vorsitzender die Fäden in der Hand. Er schied nun leider aus dem Vorstand aus. Wir bedauern das sehr und verabschiedeten ihn mit einem herzlichen Dankeschön und einem Geschenk . „Max hat die Wachstation 21 am Allermöher mit dem Vorstand geplant und dann eingerichtet. Zusammen haben wir das Konzept für unseren Wasserrettungsanhänger gemacht und ihn ausgestattet. Er hat stets akkurat gearbeitet. Das war großartig. Darauf konnten wir uns immer verlassen „, lobte Helge von Appen. Deswegen heißt der Anhänger wohl auch „Maximus“.  Max Schönrok wird weiterhin im Verein mitarbeiten, die Rettungsschwimmer und Bootsführer ausbilden und auch als Führungsdienst an unserer Wachstation 11  in Müssen tätig sein.

Lob und Geschenke für besondere Leistungen

Wir ehrten den „Bordingenieur“ unseres neuen Rettungsbootes Frank Flottran. „Er hat mit seinen Ideen und ein Einbauten ein modernes Rettungsboot daraus gemacht“, sagte Helge von Appen. Am 1. Juni wird die Bootstaufe gefeiert und wir stellen das Boot in den Dienst.

Der Vorsitzende ehrte weiterhin Marie Grevsmühl für ihre zuverlässige Arbeit als Lehrgangsleiterin in der Rettungsschwimmerausbildung. Sie koordinierte die Prüfungs- und Trainingstage und kümmerte sich um die Planung der Lehrgänge. „Das hat super geklappt“, lobte Helge von Appen.

Zuvor gab es eine Überraschung, denn auch Helge von Appen erhielt ein Dankeschön. Zusammen mit Max Schönrok bildet er seit fünf Jahren unsere Rettungsschwimmer aus. „Mit einer Handvoll jungen Leuten hat es damals angefangen und die Prüfungen wurden größtenteils im See in Müssen abgenommen“, erzählte Monika Retzlaff.  Der „Hype“ kam dann 2014 mit dem Aufbau der Badeaufsicht am Allermöher See. Dafür galt es, in zwei Lehrgängen mehr als 40 Rettungsschwimmer fit zu machen und auf die Badeaufsicht vorzubreiten.

Jetzt gehören unserem Verein 58 Rettungsschwimmer an. 11 davon haben das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Gold. Darunter sind auch unsere „Meisterrettungssschwimmer“ Andrej Bobrow, Dennis de Weryha, Bendix Bollhorn und Sophie Denker. Sie erhielten während der Jahreshauptversammlung eine Auszeichnung und natürlich viel Beifall.

Wahl neuer Vorstandsmitglieder

Wie jedes Jahr standen auch Wahlen auf der Tagesordnung. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Mitglieder die bisherige Schriftführerin und Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit Monika Retzlaff. Als neue Beisitzer wurden die Hamburger Berufsfeuerwehrmänner Johannes Blust und Karsten Hamann in den Vorstand gewählt. Neuer Kassenprüfer ist Bendix Bollhorn. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg!

Im Geschäftsbericht des Vorstandes stand die Arbeit an unseren beiden Wasserrettungstationen am Allermöher See und am See in Müssen im Fokus. In Müssen haben wir an 12 Tagen die Badeaufsicht durchgeführt. Wegen des schlechten Wetters gab es längst nicht so viele Badegäste wie in den Vorjahren. Erschüttert hat uns ein tödliches Unglück, das sich in einer Nacht im Juni ereignete. Ein junger Mann aus Syrien war ertrunken, als es sich seine Gruppe nach einer Feier am See gemütlich machen und auch schwimmen wollte. Dieses Unglück veranlasste die Gemeinde Müssen und das Amt Büchen zu Maßnahmen, die den Badegästen die Gefahren des Badens bewusster machen sollen. Unter anderem sollen Schilder auf die in dem Baggersee vorhandene Abbruchkante aufmerksam machen. Auch eine Badeordnung wird erlassen. Diese Maßnahmen sind mit uns besprochen und während dieses Besprechungen wurde deutlich,  dass unsere Badeaufsicht am See in Müssen ein sehr wichtiger Beitrag für die Sicherheit der Badegäste ist.

Am Allermöher See waren wir an 53 Tagen mit unseren Wachmannschaften im Dienst. Wir führten 11 Wasserrettungen durch. Dabei halfen wir Schwimmern, die wegen Erschöpfung oder Krämpfen in Not geraten waren. Außerdem hatten wir 37 Erste-Hilfe-Einsätze. Am letzten Tag der Badesaison, dem 30. August, rettete die Wachmannschaft einem jungen Mann, der untergehen zu drohte, das Leben.

Unsere Vorhaben für dieses Jahr

Wir führen die Badeaufsicht an der SiWa- Wachstation 11 in Müssen vom 3. Juni bis 30. August bei schönem Badewetter täglich von 14 bis 19 Uhr durch. An unserer Wachstation 21 am Allermöher See sind wir ab 2. Juni sonnabends und sonntags von 14 bis 19 Uhr im Dienst, in den Sommerferien sogar täglich. Am 1. Juni nehmen  wird unser Rettungsboot, das mit einem sehr mordernen Sonar ausgerüstet ist, in Betrieb. Wir bildeten erstmals Wasserretter aus. Das sind Rettungsschwimmer Silber oder Gold, die zusätzlich eine Ausbildung in der Bootsführung, als  Sonarerkunder und in der Führungslehre erhielten.

Sowohl in Müssen als auch am Allermöher See führen wir in diesem Jahr wieder Frühschwimmer-Kurse (Seepferdchen) für Kinder ab 6 Jahre durch. Wir führen in einer Kooperation mit der Schwimmschule „Delphin“ die Arbeit der Jugendgruppe weiter. Ihr gehören Juniorretter und Bronze-Rettungsschwimmer an.  Sie lernen die Arbeit unserer Badeaufsicht kennen und machen verschiedene Übungen mit.  Nach dem Erwerb des Rettungsschwimmabzeichens Silber können sie in der Badeaufsicht eingesetzt werden.

Unsere Vorhaben und Visionen

In diesem Jahr entschied sich die Stadt Lauenburg, uns in die künftigen Planungen für den Katastrophenschutz beim Hochwasser der Elbe mit einzubeziehen. Das ist ein großer Meilenstein in unserer Vereinsgeschichte. Wir freuen uns darauf, in Lauenburg helfen zu dürfen und werden uns darauf sehr gut vorbereiten.

Obwohl und das „Tagesgeschäft“ voll im Griff hat, schauen wir mit Visionen und Träumen in die nahe und ferne Zukunft. Wir haben die Vision, dass in Schwarzenbek und im neuen Hamburger Stadtteil Schwimmbäder gebaut werden und dass wir dort trainieren, Rettungsschwimmer ausbilden und vielleicht sogar die Schwimmbadaufsicht durchführen. Wie heißt es doch in unserem Leitbild: „Wir gehen nicht nur Aufgaben an, die leicht sind, sondern auch solche, die uns schwer machbar erscheinen.“

Text und Fotos: ©Monika Retzlaff – Leiter SiWa-Öffentlichkeitsarbeit