Wir zeichnen unsere mutigen Lebensretter aus – herzlichen Glückwunsch!

Arne Dornquast (re), Bezirksamtsleiter in Hamburg-Bergedorf, zeichnet die Mannschaft unserer Wachstation am Allermöher See aus, die am 9. Juni 2018 einem jungen Mann das Leben rettete. Unser Lebensrettungsabzeichen erhielten: Der Führungsdienst Johannes Blust, der Staffelführer Andrej Bobrow sowie die Rettungsschwimmer Lucca Jurkiewicz, Marie-Christin Fabienne Roi, Antonia Stender, Urs Lennart Tenzin Paris (v.li) und Mike Ruth, der nicht auf dem Foto ist. Wir gratulieren ganz herzlich!

Das war ein ereignisreicher Tag , der 9. Juni am Allermöher See : Hunderte Badegäste kommen, um sich bei frühsommerlicher Hitze im Wasser zu erfrischen. Die Rettungsschwimmer verlängern den Dienst, um für sie da zu sein. Plötzlich sehen sie weit draußen einen Schwimmer, der jeden Augenblick unterzugehen droht und um’s Überleben kämpft. Unsere 21-jährige Rettungsschwimmerin Marie hechtet mit dem Rettungsbrett zu ihm, sichert ihn in letzter Sekunde. Die Rettungsschwimmerin und der Verunglückte werden samt Rettungsbrett mit Hilfe der Sicherungsleine an Land gezogen. Dort kümmert sich unser Sanitätstrupp um den Jungen. Der Rettungsdienst wird alarmiert, der Notarzt mit dem Helikopter hergeflogen, die Polizei ist vor Ort. Der Junge kommt ins Krankenhaus. Doch der Wachtag ist noch lange nicht vorbei. Wenige Minuten später brennt ein großer Müllcontainer nahe der Wachstation lichterloh. Badegäste hatten glühende Grillkohle darin entsorgt. Die Feuerwehr löscht den Brand. Als sie abrückt, passiert das nächste Unglück. Ein Badegast stürzt auf dem Steg, verletzt sich am Knöchel. Wieder wird der Rettungsdienst alarmiert, der Mann kommt ins Krankenhaus. Insgesamt gibt es an diesem Tag 9 Einsätze. Dienstschluss ist um 22 Uhr. Es folgen weitere Hitzetage. Bis heute hatten wir am Allermöher See 17 Wasserrettungen und 59 Sanitätseinsätze.

Da tut es gut, zwischendurch einmal eine kleine Atempause zu haben und  eine besondere Leistung zu ehren. Der Bezirksamtsleiter Arne Dornquast war zu uns gekommen und fand viele warme Worte für die Rettungschwimmer, die am Freitag, 27. Juli an unserem Antreteplatz vor ihm Aufstellung genommen haben. „Etwas Größeres als einem Menschen das Leben zu retten, kann man nicht erreichen“, sagte er. „Ich bin sehr gern hier, um Ihnen im Namen der Bergedorfer für Ihre Arbeit Danke zu sagen. Wir wissen Ihr Engagement und ihren Einsatz sehr zu schätzen“, fügte er hinzu. Dann übergab er jedem Einzelnen die Urkunden und die Geehrten erhielten das Lebensrettungsabzeichen – so Andrej, der schon drei Menschen im Allermöher See rettete und an Marie, die unermüdlich jeden Tag im Dienst ist.  Ausgezeichnet wurde auch Johannes, der Brandinspektor der Berufsfeuerwehr Hamburg, der in seiner Freizeit bei uns im Vorstand tätig ist und die Wachmannschaft  als Führungsdienst unterstützt. Urs begann bei uns als Bronze-Rettungsschwimmer und ist jetzt ein gut ausgebildeter Wasserretter. Mike ist einer der ersten Rettungsschwimmer, die wir 2015 für den Allermöher See ausbildeten. Antonia und Lucca sind seit diesem Jahr dabei und hatten an dem Tag der Lebensrettung überhaupt erst ihren dritten Dienst als Rettungsschwimmer.  Für sie alle gab es natürlich Applaus von den Kameraden, Eltern und Badegästen und zum Schluss der kurzen Ehrung eine fast kalte Cola als Erfrischung bei der Hitze von 33 Grad Celsius.

Text und Foto: (c) Monika Retzlaff, SiWa-Öffentlichkeitsarbeit

Kommando „Schnellrettung!“ – Schwimmer in Gefahr

Badeaufsicht in Müssen. Zwei Rettungsschwimmer sind bei schönem Wetter im Dienst.
Idylle pur: die Badelagune in Müssen.
Zum Allermöher See kommen bei sehr schönem Wetter hunderte Badegäste.
Allermöher See: Unser Rettungsboot "Eudora" ist im Dienst.
Einsatz für die Staffel mit "Eudora": Ein Schwimmer ist in Gefahr.
Der Schwimmer ist erreicht, wird dann ins Boot gebracht und an Land versorgt.
Entspannt geht der Badetag zu Ende.

Müssen/Hamburg-Neuallermöhe. Achtmal wurde es in dieser Saison bisher ernst während unserer Badeaufsicht am Allermöher See. Total erschöpfte Schwimmer, Badegäste im Wasser mit Krämpfen – das ist gefährlich. Dann kommt von unserem Rettungstruppführer das Kommando „Schnellrettung!“ Jede Sekunde zählt. Mit dem Schnellrettungsset, dem Rettungsbrett und dem Rettungsboot sind wir schnell beim Verunglückten. Am 9. Juni war das lebensrettend für einen 17-jährigen Jungen. Er hatte einen Schwächeanfall beim Schwimmen und kämpfte ums Überleben. Unsere Rettungsschwimmer konnten ihn an Land bringen, versorgten ihn am Ufer, alarmierten den Rettungsdienst, der ihn ins Krankenhaus brachte.

Bergedorfer Zeitung und Hamburger Morgenpost berichteten über unsere Einsätze.

Auch für eine 20-jährige Frau im Badesee in Müssen war unser Einsatz lebensrettend. Sie hatte sich am 1. Juli nach einem schönen Tag mit der Familie im kühlen Wasser erfrischen wollen und war untergegangen.  Unsere Rettungsschwimmerin sah die Verunglückte, tauchte nach ihr und es gelang, sie ans Ufer zu bringen. Die junge Frau kam mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus.

Nicht jeder Badetag läuft so dramatisch ab. Unsere Rettungsschwimmer helfen, wenn sich jemand verletzt hat, versorgen Schürfwunden, Prellungen und Brandwunden, lindern Insektenstiche und helfen, wenn Eltern ihre Kinder suchen. Wir wünschen allen weiterhin einen schönen, entspannten Sommer!

Fotos/Text: (c) Monika Retzlaff, SiWa-Öffentlichkeitsarbeit.